Wandhydranten Typ S und F

In der Norm DIN 14461, Teil 1, werden Wandhydranten seit der Ausgabe 2003-07 in die Typen „S“ und „F“ unterschieden.

TYP „S“ beschränkt sich auf Wandhydranten „zur Selbsthilfe“. Die Ausführung des Feuerlöschschlauchs ist zwingend aus einem formstabilen Material (min. 3/4″) auszuführen. Die geforderte Wassermenge beträgt 24 l/min bei einem Fließdruck von 2 bar bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 2 Wandhydranten. Diese können somit abweichend von den üblichen Installationsregeln der DIN 14 461 mit der Nennweite DN 25 (1″) angeschlossen werden. 

TYP „F“ beschreibt die Wandhydranten „zur Selbsthilfe und zum Einsatz der Feuerwehr“. Die Ausführung des Feuerlöschschlauchs kann entweder aus formstabilem Material (min. 1″) oder aus einem vollsynthetischen C-42-Druckschlauch bestehen. Die Dimensionierung der Steigleitungen wird in der DIN 1988 geregelt, während die nötigen Löschwassermengen der DIN 14 461, Teil 1 zu entnehmen sind. 


Steigleitung trocken

Trockenleitungen dienen ausschließlich zur Nutzung durch die Feuerwehr und sind für Laien unbrauchbar. Nach DIN 14462 besteht eine trockene Steigleitung aus einer Löschwassereinspeisung, die sich üblicherweise frei zugänglich im Eingangsbereich befindet. Des Weiteren ist meistens pro Etage mindestens eine Feuerwehrentnahmearmatur anzuordnen.  Am Ende des Steigestranges ist ein Be- und Entlüfter zu installieren Die Dimensionierung der Steigleitung wird gemäß DIN 14462 in DN 80 ausgeführt.  


Nass-/Trocken-Station

Füll– und Entleerungsstationen sind Löschwasserübergabestellen nach DIN 1988-600, bei denen die Löschwasserleitungen im Normalfall entleert bleiben und erst im Brandfall über einen Alarmkontakt im Wandhydranten mit Löschwasser aus dem Trinkwassernetz befüllt werden. Durch dieses Konzept einer Löschwasseranlage ‚nass/trocken‘ wird die Hygiene im Trinkwassernetz gewährleistet, da sich kein stagnierendes Wasser bilden kann und außerdem auch die Installation von Wandhydrantenanlagen selbst in frostgefährdeten Bereichen ermöglicht.