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Herzstillstand: Lebensrettende Massnahmen und Lösungen

Die richtige Behandlung eines Herzstillstands könnte jedes Jahr Tausende von Leben retten. Finden Sie heraus, was zu tun ist und wie Sie es tun können. 

Jeder von uns kann eines Tages Zeuge eines Herzstillstands, auch bekannt als Herz- und Atemstillstand, werden. Ohne sofortige Behandlung führen mehr als 9 von 10 Herzstillständen zum plötzlichen Tod. Doch mit einfachen Massnahmen und dem Eingreifen aller könnte die Überlebensrate erheblich verbessert werden. Man muss wissen, dass die ersten paar Minuten entscheidend sind. Aber was tun, wenn Sie einen Herzstillstand beobachten?

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Einen Herzstillstand erkennen und Alarm geben


Ursachen des Herzstillstands

Nahezu 90% der Herzstillstände sind auf eine kardiovaskuläre Ursache zurückzuführen. Und gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) aus dem Jahr 2017 sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen sogar die häufigste Todesursache in der Schweiz.

In der Mehrzahl der Fälle ist der Herzstillstand die Folge eines akuten Myokardinfarkts, besser bekannt als Herzinfarkt. Wenn ein Gerinnsel in einer der Herzarterien, den Koronararterien, verstopft, kann es dazu führen, dass das Herz in Kammerflimmern gerät. Seine Ventrikel sind nicht mehr in der Lage, sich effektiv zu kontrahieren, wodurch der Blutfluss zum Stillstand kommt.

Erkennen des Herzstillstands  

Wenn ein Herzinfarkt vorliegt, kann die Person Warnzeichen zeigen: Brustschmerzen, die in den Arm ausstrahlen können, Engegefühl, Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Unwohlsein... Aber manchmal kommt es plötzlich zum Herzstillstand. Dann ist es wichtig, ihn schnell zu erkennen und zwar anhand von zwei Fragen: Ist die Person bewusstlos und atmet sie?

Wenn das Opfer bewusstlos ist, sich nicht bewegt, auch nach Stimulation nicht spricht oder reagiert und nicht atmet handelt es sich um einen Herzstillstand. Man muss schnell handeln, denn die ersten Augenblicke sind entscheidend. Jede Minute ist eine weitere Überlebenschance.

Den Rettungsdienst benachrichtigen

Natürlich ist es notwendig, zuerst die Rettungsdienste zu kontaktieren. Eine gute Warnmeldung muss klar und präzise sein. Beschreiben Sie die Situation: "Das Opfer ist bewusstlos und atmet nicht", und geben Sie genaue Hinweise zu Ihrem Standort.

Leider beschränkt sich die Mehrheit der Zeugen eines Herzstillstands darauf, die Alarmierung weiterzugeben. Dabei ist es entscheidend, nicht auf nur auf den Rettungsdienst zu warten, sondern so schnell wie möglich mit einer Herzmassage zu beginnen.

Eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) durchführen

Jedes Jahr erleiden in der Schweiz Tausende von Menschen einen Herzkreislaufstillstand. Und bis heute beträgt die Wiederbelebungsrate in der Westschweiz nur etwa 6%. Durch den unverzüglichen Beginn von Rettungsaktionen könnten die Überlebenschancen jedoch erheblich verbessert werden.

Wenn eine bewusstlose Person nicht atmet, wird daher empfohlen, sofort mit der HLW und Mund-zu-Mund-Beatmung zu beginnen. Brustkompressionen und Insufflationen sollten fortgesetzt werden, bis das Opfer wieder atmet, das Bewusstsein wiedererlangt oder bis der Rettungsdienst eintrifft.

Die Gesten sind einfach. Einige Ärzte glauben sogar, dass die kardiopulmonale Reanimation von Kindern durchgeführt werden kann. Sie wird jedoch in der Praxis aufgrund mangelnder Schulung der Bevölkerung nur selten durchgeführt.

Verwenden des externen Defibrillators

Wie wir bereits gesehen haben, kommt es in vielen Fällen von Herzstillstand zu Herzkammerflimmern. Diese Rhythmusstörung kann sehr schnell zum Tod führen. Nur eine schnelle Behandlung mit einem Elektroschock kann es dem Herzen ermöglichen, seine normale elektrische Aktivität wieder aufzunehmen.

Automatisierte externe Defibrillatoren (AEDs) sind medizinische Geräte, die den Herzrhythmus analysieren und im Falle von Herzkammerflimmern einen elektrischen Schock abgeben.

Es gibt mehrere Arten von Defibrillatoren:

  • Automatisch: Analyse und Schock erfolgen automatisch
  • Halbautomatisch: Der Schock muss durch den Benutzer ausgelöst werden.

AEDs sind nicht den Fachleuten und Ersthelfern vorbehalten: sie können von jedermann benutzt werden. Sie wurden so konzipiert, dass sie einfach zu handhaben sind und die an der Handhabung Beteiligten anleiten: Platzierung der Elektroden, Beginn der Untersuchung der Herzfrequenz des Opfers und schliesslich die Verabreichung des Schocks.

Einige AEDs verfügen über einzigartige Merkmale, die eine bessere Bewältigung des Herzstillstands ermöglichen. Zum Beispiel geben einige Modelle sehr präzise Anweisungen mit Sprach- und visuellen Botschaften, um die Herz-Lungen-Wiederbelebung auf quasi professionelle Weise durchzuführen.

Leider sind externe Defibrillatoren noch nicht für die gesamte Bevölkerung ohne weiteres verfügbar.

Wie können Unternehmen, Gemeinden und öffentliche Einrichtungen handeln?

Ein Herzstillstand kann überall passieren, zu Hause, am Arbeitsplatz oder an einem öffentlichen Ort. Wenn man weiss, dass die ersten Minuten überlebenswichtig sind, wird einem klar, wie wichtig es für alle Beteiligten ist, sich einzubringen.

Erste-Hilfe-Training

Herz-Lungen-Wiederbelebungen sind einfach und effektiv, wenn sie gut geübt sind. Deshalb ist es in erster Linie notwendig, dass jeder einen Erste-Hilfe-Kurs belegt.

Bei Chubb Sicli können wir in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Gemeinde eine Erste-Hilfe-Ausbildung mit Theorie und Praxis nach den Empfehlungen des SRC (Swiss Resuscitation Council) durchführen.

Innerhalb weniger Stunden können wir lebensrettende Kenntnisse und Techniken an Ihre Teams weitergeben:

  • Anzeichen von Herzstillstand und anderen Notfallsituationen erkennen,

  • Herzmassage und Insufflation durchführen,

  • Verwendung eines Defibrillators.

Leicht verfügbare AED-Ausrüstung

 

Eine frühzeitige Defibrillation ist ein wesentlicher Schritt bei der ordnungsgemässen Behandlung eines Herzstillstands. Auch wenn jeder das Recht hat, einen automatisierten externen Defibrillator zu benutzen, gibt es nicht genug davon in der Schweiz. Es ist daher notwendig, dass Unternehmen, Gemeinden, Sportanlagen, öffentliche Plätze, Einkaufszentren, Arztpraxen... sich mit diesen entscheidenden Geräten ausstatten.

Um die Sicherheit ihrer Kunden, Mitarbeiter und der allgemeinen Öffentlichkeit zu gewährleisten, müssen die Sicherheits- und Personalverantwortlichen in Unternehmen, Behörden und Organisationen über einen Defibrillator verfügen.

Wir bieten Ihnen externe Defibrillatoren, wie den AED 3 oder AED Plus von ZOLL, die leistungsstark, zuverlässig, einfach zu bedienen und garantiert mit professionellen Rettungsdiensten und Krankenhäusern kompatibel sind.

Darüber hinaus bietet es eine technologische Innovation der realen und aktiven Unterstützung der Herzmassage. ZOLL AEDs zeigen Ihnen in Echtzeit an, ob Ihre Brustkompressionen die richtige Tiefe und den richtigen Druck haben. Hochwertige Thoraxkompressionen sind für eine bessere Überlebenschance unerlässlich.  

Weitere Informationen über unsere Modelle und ihre Merkmale finden Sie in unserem Brandschutzkatalog auf Seite 66.

Eine gute frühzeitige Behandlung des Herzstillstands könnte jedes Jahr Tausende von Todesfällen verhindern. Sie umfasst die Alarmierung der Notfalldienste, die kardiopulmonale Wiederbelebung mit HLW und den Einsatz eines AED-Defibrillators zur Abgabe eines Elektroschocks im Falle von Flimmern.

Um die Überlebenschancen deutlich zu verbessern, gibt es also zwei relativ einfache Lösungen: Menschen in Erster Hilfe ausbilden und möglichst viele Orte mit automatisierten externen Defibrillatoren ausstatten.